Walachische Freilichtmuseum

Walachische Museum in Rožnov pod Radhoštěm befindet sich 150 Meter vom Hotel Horal und ist ein einzigartiges architektonisches Zentrum der Volkskunst. Das Museum wurde im Jahre 1925 gegrundet.

Diese nationale Monument wird so wie die Prager Burg besucht.

 

 

Das Walachische Freilichtmuseum ist in 4 Teile gegliedert :

 

  • Das Holzstatchen

Die Anlage Holzstadthcen hat den Charakter einer Kleinstadt aus der Zeit des 19. und Beginn des 20.Jahrhunderts. Die Atmosphare der Anlage entsteht durch versetzte Originalbauten und durch Nachbauten alter Gebaude, ausgestattet mit Exponaten, die den Museumsbesuchern die damalige Wohnkultur, die ausgeubten Gewerbearten, amtliche und kirchliche Institutionen oder den Betrieb des Luftkurortes Rožnov naher bringen.

Die alteste Anlage des Walachischen Freilichtmuseums in Rožnov pod Radhoštěm entstand aufgrund einer Initiative der Geschwister Jaroněk und der Mitglieder des Museumsvereins. Ihr Ziel war es, die alten gezimmerten Hauser vom Stadtplatz in Rožnov zu retten, vor allem das Rathausgebaude, sie in den Stadtpark zu versetzen und den Grundstein fur ein neues Museum zu legen. Dieses wurde 1925 mit einem prachtigen Volksfest, dem sog."Walachischen Jahr" eroffnet. Das Fest wurde zwischen dem Rathausgebaude und dem Bills Burgerhaus, die vom Stadtplatz in Rožnov hierher versetzt wurden, und einigen anderen Bauten ausgetragen.

 

  • Das Muhlental

Das Mlýnnská dolina (Muhltal) ist ein Komlex von technischen Bauten. Am alten Oberwasserkanal entstanden seit 1982 folgende Objekte: eine Wassermuhle mit Wirtschaftsgebauden, eine Walkmuhle fur die Tuchverarbeitung, ein Brettsagewerk, ein Olpresswerk, eine Schmiede, ein Wasserhammerwerk, eine Wagenremise, eine Waldarbeiterbehausung und ein interaktives Objekt des sog."Lebendes Hauses". Die einzelnen Bauten sind wegen ihren bemerkenswerten wasser- oder handangetriebenen Mechanismen absolut einmalige Belege fur die menschliche Erfindungskraft, den Respekt des Menschen gegenuber Naturmaterialien und seiner Begabung fur die Nutzung der Naturgesetze. Immer wieder wird hier das aussergewohnliche, Geenerationen uberdauernde Zusammenleben von Natur und Mensch bewusst.

 

  • Das Walachische Dorf

Bei dem Gebaudekomplex, bestehend aus Gemeindewirtshaus, Laden mit Schlachthaus und Eisraum, handelt es sich um einen wissenschaftlichen Nachbau einer atypischen landlichen Wirtschaftseinheit - eines Wirtshauses mit Ladenbetrieb und Schlachthaus. Das aus der ersten Halfte des 19.Jahrhunderts stammende gezimmerte Gebaude von Zděchov wurde dem vom Eigentumer betriebenen Gastswirtschaftsgewerbe angepasst. Das Wirtshaus wurde spater um einen Kaufladen erweitert. Die Anordnung der Objekte unterscheidet sich von den anderen dorflichen Bauten. Sie spiegelt vor allem die spezifischen Bedurfnisse ihrer Eigentumer - grossere wirtschaftlich nutzbare Flachen (Scheune und Stalle) und im Gegensatz zu den anderen Dorfbewohner kleinere Flachen fur die landwirtschaftliche Nutzung - wider. Zum beschriebenen Gebaudekomplex gehort auch ein steingemauerter Eisraum mit rechtenkigem Grundriss.

 

  • Pustevny

Bereits seit Halfte des 19.Jahrhunderts wurden die Beskiden zu einem touristisch haufig besuchtem Gebiet. Die sich zu Sommerwanderungen und Wintersporten eignenden Gebiete locken immer mehr Gaste an. Zur Popularisierung trug die Tatigkeit des altesten tschechischen Touristenvereins "Pohorská jednota Radhoštˇ" bei, der im Jahre 1884 in Frenštát pod Radhoštěm gegrundet wurde.

Die Mitglieder dieses Vereins kauften im Kataster Prostřední Bečva ein gunstig gelegenes Grundstuck, auf dem im Jahre 1891 die erste Schutzhutte "Pústevňa" (Einsiedlerhutte) gebaut wurde, zur Erinnerung aud die im Jahre 1784 aufgehobene Einsiedlerhutte.

Bald reichte diese Schutzhutte dem steigenden Interesse der Touristen nicht mehr und drei Jahre spater wurde eine weitere Schutzhutte "Šumná" gebaut. Im Laufe der neunziger Jahre wurden Pustevny zu einem sehr beliebten touristischen Zentrum, Das Verein "Pohorská jednota" beauftragte den slowakischen Architekten Dušan Jurkovič, der damale in Vsetín tatig war, mit dem projektierung weiterer Bauten.

Dieser projektierte und realisierte zwei weitere Schutzhutten im Stil der Volkssezession, die bedeutend durch die gezimmerte Volksarchitektur beeinflusst wurde. Als erste wurde die Schutzhutte "Maměnka" (1898) und ein Jahr spater "Libušín" gebaut.

Die nach dem Entwurf von Dušan Jurkovič realisierten Interierure waren sehr wirksam durch ihre Kompositions-und Farbeninspiration in der Volkskunst und wurden mit Bildern mit historischen Themen, die Mikoláš Aleš entworfen hat, erganzt. Den Komplex der Bauten erganzte der unweit liegende Glockenturm.

Diese Objekte dienten bis zum Beginn der neunziger Jahre des 20.Jahrhunderts, doch ihr technischer Zustand wurde seit Ende des zweiten Weltkrieges fast ununterbrochen schlimmer und schlimmer.

Es schien, dass eine Abbruch die einzige Losung sei. Im Jahre 1995 jedoch gelang es "Pustevny" zum Nationalen Kulturdenkmal zu erklaren und die Verwaltung von " Pustevny" wurde dem Walachischen Freilichtmuseum anvertraut. Das Museum begann die Generalreparatur und Rekonstruktion der Objekte, vergab die Restaurierung der Dekorationen der Interieure und besorgte Kopien der Originalmobel und Leuchtkorper. Schon im Jahre 1998 wurde Restaurierung der Dekoration des Glockenturmes durchgefuhrt und ein Jahr spater wurden der Offentlichkeit "Libušín" mit  "Pustevenka"  und im Jahre 2003 auch "Maměnka" ubergeben.